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Zuerst einige wichtige Worte. Um keinen Glaubenskrieg auszulösen, wie er in vielen Foren oder unter Ausübenden diversere Kampfsportarten/Kampfkünste mithin üblich ist, hier wird kein "traditionelles " Ninjutsu nach Masaaki Hatsumi und seinen Schülern unterrichtet.
Für mich gibt es nicht die beste Kampfkunst, sondern jeder muß für sich entscheiden, welche Bewegungsabläufe ihm liegen, was ihm einleuchtet und noch dazu Spaß macht. Nich jeder paßt in jede Gruppe, die Persönlichkeit des Lehrers formt die Schüler zu großen Teilen, sprich, um nette Leute scharen sich auch noch mehr, ebensolche netten Leute, andere werden von selber gehen oder gegangen werden.
Mein Meister ist Hans-Jürgen Eul. Bei ihm trainiere ich seit 1990.
Ich habe in dieser Zeit viele seiner Angebote geteste (Special Forces Combat Karate, Kobu-Jitsu mit diversen Waffen wie z.B. Bo, Hanbo, Tanto, Tenugi, To, Katana, Sai, SIS, Ju-Jutsu-Do, Aiki-Ju-Jutsu, Karate, Ninjtusu etc.)
Ich habe maches Jahr mehr Wochenenden auf Seminaren, unter anderem bei ihm, verbracht, als zu Hause. Dank seiner Kontakte habe ich viele nahmhafte Trainer kennengelernt (und das nicht jeder Name für Qualität steht).Unter den wirklich guten waren Fumio Demura (Shito Ryu Karate und Kobu Jitsu), Toshishiro Obata,
Andrew Mc. Gill
und andere. Der wichtigste unter ihnen ist jedoch Soke Keido Yamaue
(unter anderem Schüler von Wally Jay) aus Dänemark. Sein Aiki-Jutsu und die 45-Grad Theorie haben mir viele neue Wege gezeigt.
Auf den Seminaren habe ich viel Gutes und manches Schlechte gesehen, das Gute habe ich übernommen, die schlechten Sachen ganz schnell wieder vergessen. 95 % meiner Techniken jedoch stammen von meinem Meister, der mir vieles sehr genau und mit fundiertem Wissen vermitteln konnte. Interessant sind seine Ansätze zur Biomotorik bei Schlag- und Tritt-Techniken die die Effizienz enorm steigern.
Letztlich bin ich beim Ninjutsu und beim Kobu-Jitsu geblieben, Ju-Jutsu-Do ist auch eine tolle Sache, leider fehlt mir hierfür die Zeit. Auf diversen 4-Tage-Seminaren Ju-Jutsu-Do lernte ich unter vielen anderen Andreas Güttner kennen, nach dessen erstem "Pratzenbuch" ich jahrelang trainierte, nun hat er ein neues Video gedreht, was ich nur empfehlen kann.
Sinn und Zweck des Ninjutsu
ist und war es nicht, nur alte Techniken zu trainieren, wenn es neue und gut funktionierende oder aus anderen Kampfkünsten stammende gab und gibt, die vielversprechend sind. Gerade darin besteht der Sinn des Ninjutsu, sich ständig den Gegebenheiten anzupassen.
Ninjutsu ist die Kriegs- und Kampfkunst der japanischen
Schattenkrieger (Shinobi), welche sich vor ca. 1500 Jahren aus verschiedenen
asiatischen Einflüssen im feudalistischen Japan entwickelt
hat.
In meinem Unterricht lernt man als erstes, den Körper als eine Einheit
zu bewegen, d.h. man benutzt den ganzen Körper bei allen Aktionen
und nicht nur einzelne Gliedmassen. Bewegung spielt hier also eine
ebenso große Rolle wie Schnelligkeit. Beherrscht man seinen Körper weitestgehend, so werden Waffentechniken,
die zum Trainingsprogramm in den höheren Graduierungen gehören, trainiert.
Ninjutsu ist nicht, wie meist angenommen, das Lernen des Tötens,
sondern die Möglichkeit den Geist und die eigene Ausdauer zu
schulen.
Dies ist nicht in wenigen Jahren erlernbar, es ist
ein Lebensweg, der, richtig beschritten, nicht nur im Kampfkunstbereich
Erfolge bringt, sondern sich ganz nebenbei positiv auf die gesamte
Psyche des Ausübenden auswirkt.
Man lernt nicht nur, sich zu verteidigen, sondern aufgrund der familiären
Struktur, sich zu integrieren. Alle Mitglieder der Trainingsgruppe tragen, bewußt
oder unbewußt, dazu bei, positive Charaktereigenschaften zu fördern
und negative auszumerzen.
Das Trainieren ungewohnter Bewegungsabläufe fördert die Kombinationsfähigkeit
und das Logische Verknüpfen von Zusammenhängen positiv.
Alles dieses, verbunden mit dem positiven Nebenaspekt,
das Alltagsgeschehen komplett für die Dauer des Trainings
zu vergessen, sich selbst zu perfektionieren, Erfolgserlebnisse
und neue Einsichten zu haben, ist stets ein neuer Trainingsansporn.
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