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Die Überlegungen zur nun folgenden Klassifizierung von diversen Künsten und Sportarten wird sehr treffend in dem Buch 'Living the Martial Way' von Forrest E. Morgan dargestellt. Demnach sind die
a.) von und für Krieger entwickelten Systeme als “Martial Arts” (= Kriegskünste) zu
bezeichnen;
b) von dem gemeinen Leuten oder die in den Tempeln entwickelten Systeme als “Civil Arts”
(= Kampfkünste) zu bezeichnen; solche Systeme wie Taekwondo, Karate-Do, Judo u.a.
sind keine Kriegs- oder Kampfkünste. Hier handelt es sich um KampfSPORTarten, die
durch Regeln und sportliches Gegeneinander gekennzeichnet sind.

Die Japaner unterscheiden zwei weitere Ebenen -
Bugei (oder Bujutsu, oder Bujitsu) und Budo.
“Bugei” bedeutet wörtlich 'Kriegskunst', während “Budo” den 'Weg des Kriegers' meint.
Die Budo - Künste wurden von den Bujutsu- Künsten mit Zielen entwickelt , die oftmals eine Ebene hinter der Effektivität im Kampf stehen, oder dieser Effektivität entgegenlaufen. Während der Bujutsu - Anhänger hauptsächlich mit der Lehre beschäftigt ist in einer Auseinandersetzung als Sieger hervorzugehen und zu überleben, beschäftigt sich der Budo-Anhänger vernehmlich damit, sich und seinen Geist in den physischen, mentalen und spirituellen Ebenen zu disziplinieren
Hat man sich also dem Bujutsu verschrieben und sich davon entfernt Sportarten (wie Judo, Taekwondo, Karate-do o.ä.) zu praktizieren, dann sollte man sich darüber im Klaren sein, mit welcher Einstellung man diesen Weg von nun ab beschreiten sollte. Während der eine einen Sport betreibt oder ein Hobby hat, sollte sich der wahre Kriegskünstler damit auseinandersetzen, daß er diesen “Martial Way” ( den Weg des Kriegers) nur leben kann.