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Ninjutsutechniken sind originär Techniken von Kriegern für Krieger, i.e. das die waffenlosen Techniken ihre Wirksamkeit für das Schlachtfeld unter Beweis stellen mußten. Dementsprechend muß die Wirksamkeit durch die Schadensauswirkung nach Durchführung einer Technik bestätigt sein. Beim Judo sind viele alte Wurftechniken eliminiert worden, um den sportlichen Vergleich relativ gefahrlos zu gewährleisten. Wurftechniken bei denen der Partner genickbrechend oder extremitätenbrechend fällt sind genauso nicht enthalten, wie Techniken, die dem Partner auf den Kopf oder das Gesicht fallen lassen. Aber gerade solche Techniken haben in der Selbstverteidigung einen besonders hohen Stellenwert, denn auf der Straße gibt es keine Gewichtsklassen oder Regeln . Bei den Hebeltechniken sind ähnliche Perspektiven anzulegen. Hebeltechniken sind ein Mittel in den waffenlosen Samurai - Künsten gewesen, die als Übergang zu einem Knochenbruch oder Bänder- oder Muskelriß- zu verstehen sind. Anders als beim Aikido, wo Hebeltechniken den Partner (meist nur sanft )aus dem eigenen Aktionskreis heraus befördern sollen, müssen wir Hebeltechniken mit ihrer größtmöglichen Wirkung einsetzen um so den höchsten Selbstverteidigungswert zu gewährleisten.
Die Notwendigkeit, sich auf den Wegen des mittelalterlichen Japans allein gegen oftmals bewaffnete Angreifer durchzusetzen, um mit dem Leben davonzukommen, hat die Effizienz der bewaffneten und unbewaffneten Kriegskünste der Samurai zur Genüge nachgewiesen.

Größtes Problem beim Ausführen von Techniken st oft der Denkprozeß des Ausübenden, statt vom natürlichen Bewegungsapparat auszugehen und die Extremitäten natürlich zu führen, neigen die Schüler oft dazu, unbequeme Haltungen und Stellungen einzunehmen, denn "es ist ja jetzt etwas vollkommen anderes".
Dies bedeutet, das der natürliche Reifeprozeß, den man während einiger Jahre durchläuft, in denen man "lernt" ("Man kann den Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden." {Galileo Galilei}), sich "Ninjutsu-mäßig" zu bewegen, seinen Körper also als Einheit zu betrachten, nicht einfach verkürzt werden kann. Das Verstehen der biomotorischen Zusammenhänge von Technik, Gleichgewichtsbrechung, Hebelwirkung, grundlegender Anatomie und physischer Zusammenhänge im menschlichen Körper wächst erst im Lauf der Jahre.
Viele Schüler sind schnell in der Lage, Bewegungsabläufe der oberen Extremitäten nachzuahmen, vergessen jedoch den unteren Bewegungsapparat, die Positionierung zum Gegner und schon funktioniert die beste Technik nicht mehr "Schüler: Das klappt aber nicht, kann man das nicht so oder so machen ....?". Aus diesem Grund ist eines meiner Anliegen, die Bewegungslehre, die oft sträflichst vernachlässigt wird, in Verbindung mit Pratzenarbeit sowie Waffentechniken am Gegner auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Oft sind es die einfachsten Techniken, die minimal optimiert, plötzlich eine sehr viel größere Wirkung zeigen.